CINEMA ITALIANO

23/09 - 26/10/2021
 

 

Filme mit weltbekannten Gesichtern wie Pierfrancesco Favino, der gleich in den zwei Filmen PADRENOSTRO und GLI ANNI PIÙ BELLI die Hauptrolle innehat, Meisterwerke von vielseitig anerkannten RegisseurInnen und erfrischende Werke von jungen italienischen Talenten werden diesen Herbst im Filmpodium Biel/Bienne in Zusammenarbeit mit MADE IN ITALY und Cinélibre zu sehen sein.  

 

Die Reihe CINEMA ITALIANO bietet die einmalige Gelegenheit, fünf mitreissende Filme zu entdecken, die sonst nicht in der Schweiz zu sehen sind.

Die originelle Liebeskomödie L’AMORE A DOMICILIO profitiert sehr von ihrer Ausgangssituation, die eine ungeahnte Plausibilität gewonnen hat: In Zeiten eines mehrmonatigen Corona-Lockdowns wirkt eine Liebesbeziehung unter Hausarrest-Bedingungen geradezu realistisch.

GENITORI QUASI PERFETTI ist eine ebenso unterhaltsame wie realitätsnahe Komödie, die in Italien ein großer Erfolg wurde. Regisseurin Laura Chiossone wirft einen satirischen Blick auf einen bunten Querschnitt der heutigen Gesellschaft. Nicht zuletzt das glänzend zusammengestellte Darstellerensemble sorgt für turbulentes Kinovergnügen.

I PREDATORI ist ein explosives Debut, das der 29jährige Pietro Castellitto als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller auf die Leinwand bringt. Tiefschwarzer Humor, Kapitalismuskritik, rüde Sprache und eine virtuose Erzählstruktur, bei der sich die einzelnen Puzzleteilchen erst am Schluss zu einem Ganzen zusammenfügen. Pulp Fiction auf italienisch!

Regisseur Marcello Sannino zeichnet in seinem Debutfilm ROSA PIETRA STELLA das spannende Porträt einer selbstbewussten jungen Frau, die nicht immer das Richtige tut, sich aber niemals unterkriegen lässt. Ein Film in der besten Tradition des Neorealismus, mit feinem Gespür für Details und Charaktere und mit der herausragenden Ivana Lotito in der Hauptrolle.

Regisseur Francesco Bruni ist Stammgast bei Cinema Italiano. Zweimal hat er schon den Publikumspreis der Tournee gewonnen, mit Scialla! und Tutto quello che vuoi. Jetzt überzeugt er mit einer autobiographisch getönten Tragikomödie COSA SARÀ.

 

Mit dem von Wim Wenders produzierten A BLACK JESUS, sucht der Regisseur nach Formen eines gesellschaftlichen Miteinanders:
In einer kleinen Stadt an der südlichen Grenze Europas verehren die Menschen seit vielen Jahrhunderten die Statue eines schwarzen Jesus. Als der 19-jährige Edward aus Ghana darum bittet, gemeinsam mit den Einheimischen die Jesus-Statue in der grossen jährlichen Prozession durch den Ort tragen zu dürfen, spaltet dieser Wunsch die Gemeinde.


Im originellen Dokumentarfilm TONY DRIVER begleiten wir den charismatischen Protagonisten auf seine ungewollte Rückkehr in eine ihm unbekannte Heimat. Ein herzliches, filmreifes Porträt zwischen Fiktion und Dokumentation.

Unterhaltsam geht’s weiter mit L‘OSPITE, der schon 2018 die Piazza Grande in Locarno erfreute. Ein heiter komisches Drama über verlorene Lieben und Neuanfänge.

 

Nicht zu verpassen gilt es auch die gefeierte Premiere APPLES - MILA: Ein herrlich, komischer Film über das Vergessen und eine Pandemie, erzählt in einer Filmsprache, von der wir wohl noch einiges zu sehen bekommen werden. Dieser Erstling macht Christos Nikou zu einem Namen, den man sich merken sollte.


IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM KUNSTVEREIN BIEL präsentiert das Filmpodium Giorgio Dirittis Künstler-Biopic VOLEVO NASCONDERMI, das im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale gezeigt wurde, mit Elio Germano, der für seine kongeniale Darstellung des italienischen Art-brut-Künstlers Antonio Ligabue mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet worden ist.


Das Filmpodium freut sich, in Anwesenheit der Regisseure und im Gespräch mit Franziska Schutzbach, moderiert von Nicole Ding den beeindruckenden Dokumentarfilm DIE PAZIFISTIN: GERTRUD WOKER: EINE VERGESSENE HELDIN am Donnerstag 23/09 präsentieren zu können.
«Gleicher Lohn für gleiche Arbeit», bereits 1917 forderte Gertrud Woker die Gleichberechtigung der Frauen. Sie war Pionierin der Friedens- und Frauenbewegung und eine der ersten Professorinnen Europas und verschwand zu Unrecht, aber vielleicht nicht zufällig, aus dem historischen Gedächtnis.


Am Sonntag 03/10 dürfen sie sich freuen auf eine anregende Diskussion mit dem Regisseur Theo Stich und Danièle Hubacher (Moderatorin/Redakteurin Radio SRF) zum aktuellen Film MITHOLZ. Eine Geschichte von Vertrauensmissbrauch und Versäumnissen des Staates, für welche die Bevölkerung einen hohen Preis bezahlt.